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Auf Dreh mit Multimedia Producer Marc Welschinger

Als Absolvent des Multimedia Production Studiums hat sich Marc Welschinger direkt als Filmemacher selbständig gemacht. Einen Einblick in seinen Arbeitsalltag gibt er uns am Beispiel eines Drehs für die Sommer Destination Flims.

Text: Marc Welschinger, Bild: Pascal Krieger

Da ich meinen Wohnsitz in der Surselva habe, gehören die Bündner Tourismusregionen zu meinen wichtigsten regionalen Auftraggebern. Als Outdoorfreak freut mich das umso mehr, da ich so auch beruflich oft in den Bergen unterwegs bin und dort arbeiten kann, wo ich wohne. Wenn ich erzähle, dass ich mich direkt nach dem Studium selbständig gemacht habe, höre ich oft Aussagen wie: «Wow, mutig!» oder «Das ist aber ein grosses Risiko.» Vor mehr als zehn Jahren wäre die Selbständigkeit gleich nach Abschluss des Studiums für einen Filmer kaum denkbar gewesen. Damals waren die Anschaffungskosten für Kameras und Zubehör um ein vielfaches höher, weshalb der Einstieg in die Filmbranche viel schwieriger war. Durch den Fortschritt der Technologie sind diese Kosten heute viel geringer. Mit einer günstigen Spiegelreflexkamera und einem einfachen Mikrofon lassen sich bereits qualitativ unglaublich gute Filme produzieren.

Da ich nebst Tourismusregionen Filme für Mountainbikemarken und für diverse Events produziere, muss mein Filmequipment möglichst outdoortauglich sein. Sprich es muss leicht sein, alles muss in einen Rucksack passen und möglichst beständig gegen Wind und Wetter sein. Da wir während des Studiums sehr viel mit den DSLR Kameras von Canon (60D und 5D) gearbeitet haben, war für mich bereits vor der Anschaffung meines eigenen Equipments klar, dass ich meine Filme mit einer Kamera mit Wechselobjektiven machen möchte. Seit zwei bis drei Jahren mischt der Kamerahersteller Sony den Markt mit Spiegellosen Kameras auf, welche locker mit der Leistung von Spiegelreflexkameras von Canon oder Nikon mithalten können und diese meist noch übertreffen. Die Sonykameras der Alphaserie sind sehr kompakt, bieten eine super Slowmotionfunktion mit 120 Bildern pro Sekunde und jeder Knopf lässt sich individuell für Schnellzugriffe programmieren. Deshalb habe ich mich für meine Arbeit für den Kauf einer Sony A7S II entschieden. Mein meistgenutztes Equipment für Outdoorshoots habe ich weiter unten aufgelistet.

Wichtigstes Arbeitsgerät: Die Spiegellose Kamera Sony A7S II (Foto: Christof Hauser)

Equipment für Outdoorshootings:

● Evoc Rucksack 35l, CHF 350
● DJI Mavic Pro inkl. Tablet, CHF 1’550
● Sony A7S II, CHF 3’200
● Sony FE 16-35mm f4, CHF 1’199
● Sony FE 24-70mm f4, CHF 969
● Sony FE 70-300mm f4.5-5.6, CHF 1’318
● Videostativ Manfrotto befree live (1.8kg), CHF 249

Im oberen Rucksackfach befindet sich die DJI Mavic Drohne. Im unteren Teil hat es Platz für die
Kamera, drei Objektive, ein Mikrofon und ein kleines Schulterstativ. Das Videostativ wird aussen
an den Rucksack gehängt. (Fotos: Pascal Krieger) Im oberen Rucksackfach befindet sich die DJI Mavic Drohne. Im unteren Teil hat es Platz für die
Kamera, drei Objektive, ein Mikrofon und ein kleines Schulterstativ. Das Videostativ wird aussen
an den Rucksack gehängt. (Fotos: Pascal Krieger)
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Im oberen Rucksackfach befindet sich die DJI Mavic Drohne. Im unteren Teil hat es Platz für die Kamera, drei Objektive, ein Mikrofon und ein kleines Schulterstativ. Das Videostativ wird aussen an den Rucksack gehängt. (Fotos: Pascal Krieger)

Der Dreh für den 1min Moodclip über das UNESCO Weltnaturerbe Sardona war für Anfang September geplant. Da sich das Video in eine Serie von bereits bestehenden Videos aus der Gegend rund um Flims einfügen soll, haben wir uns im Vorfeld dazu entschieden einen Vater mit zwei Kindern als Protagonisten zu nehmen um immer unterschiedliche Konstellationen vor der Kamera zu haben. Nach der Organisation der Protagonisten, welche an einem Tag die Gegend rund um den Segnesboden mit Blick Richtung Sardona und Martinsloch erkunden, mussten wir nur noch auf gutes Wetter hoffen. Wir hatten Glück, denn der erste abgemachte Drehtermin hat vom Wetter her perfekt gepasst, weshalb wir früh morgens mit den Filmaufnahmen beginnen konnten:

Hier bedient Marc Welschinger ein elektronisches Kamerastabilisationssystem, auch Gimbal genannt. Damit kann der Kameramann wackelfreie Aufnahmen sowohl gehend als auch rennend einfangen. Bei dem Dreh für Flims kam der Gimbal nur in unmittelbarer Nähe zur Segneshütte zum Einsatz. (Foto: Manuel Wenk)

Das Endresultat wird bald auf dem Youtubekanal von Flims zu sehen sein und reiht sich in folgende Videos ein:

Flims Swiss Grand Canyon Sommer 2017
Flims KulinarikTrails Sommer 2017
Flims Bike Experience Sommer 2017


MARC WELSCHINGER

Marc Welschinger ist Alumnus des Bachelorstudiums Multimedia Production und selbstständiger Filmemacher.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

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