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Dem verstaubten Bild zum Trotz: BiblioFreak

Welches Bild haben Sie vor sich, wenn Sie an eine Bibliothek denken? Wie sieht die typische Bibliothekarin für Sie aus? Braucht es heute überhaupt noch Bibliotheken, wo doch alle Informationen im Internet verfügbar sind? Haben Sie eine Vorstellung, welche Dienstleistungen Bibliotheken anbieten und was es braucht, um diese bereitzustellen?

Text: Bettina Seifert / Bild: Bettina Seifert

Als Bibliothekarin macht man häufig die Erfahrung, dass viele Leute auf solche Fragen eher vage Antworten geben, die meist wenig bis überhaupt nichts mit unserem beruflichen Alltag zu tun haben. Noch immer geistert in vielen Köpfen ein verstaubtes Bild von Bibliotheken und ihren Mitarbeitenden herum, das alles andere als schmeichelhaft ist.

Es gibt aber zum Glück auch viele leidenschaftliche Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer, welche das vielfältige und häufig auch kostenlose Angebot Ihrer Hochschul-, Universitäts-, Kantons-, Gemeinde- oder Quartierbibliothek kennen und schätzen. Und genau darauf baut die nationale Imagekampagne BiblioFreak auf, an der sich auch die HTW Chur Bibliothek seit Kurzem beteiligt. Das Ziel dieser Kampagne, die mittlerweile von mehr als 250 Schweizer Bibliotheken unterstützt wird, ist es, die öffentliche Wahrnehmung von Bibliotheken zu verbessern und die vielfältigen Services der Bibliotheken bekannter zu machen. Jeder Benutzer und jede Benutzerin kann seine Bibliothek bei diesem Vorhaben unterstützen, indem er/sie auf der BiblioFreak-Homepage ein Statement abgibt, was am Angebot der eigenen Bibliothek besonders geschätzt wird.

Es gibt heute wohl kaum noch Bibliotheken, welche dem Klischee der stillen Bücherhöhle entsprechen, in der nicht gesprochen werden darf und in der die vielbelesene, brillentragende und fast etwas angsteinflössende Bibliothekarin ihre Augen und Ohren überall hat und stets für Ruhe und Ordnung sorgt. Die Bibliothek der HTW Chur arbeitet auf jeden Fall Tag für Tag daran, ihren Benutzenden ein modernes und aktuelles Angebot zur Verfügung zu stellen und dienstleistungsorientiert den verschiedensten Bedürfnissen gerecht zu werden.

So gibt es in unserem Bestand neben Fachbüchern und -zeitschriften auch eine attraktive Auswahl an spannender Unterhaltungsliteratur in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, die genauso wie das DVD-Angebot (Spiel-, Musik- und Dokumentarfilme) über den Grundauftrag einer Hochschulbibliothek hinausgeht und unseren Benutzerinnen und Benutzern einen Mehrwert bieten soll. Weiter gibt es neben dem gedruckten Bestand auch ein immer grösser werdendes Angebot an elektronischen Medien wie E-Books, E-Journals und Fachdatenbanken und falls sich jemand für den Kauf eines E-Book-Readers interessiert, bieten wir Geräte von drei verschiedenen Anbietern zum Testen an. Ein moderner Buchscanner und zwei intern ausleihbare iPads gehören ebenfalls zum digitalen Angebot unserer Bibliothek.

Das Team der HTW Chur Bibliothek versteckt sich nicht zwischen den Bücherregalen sondern ist bemüht, den Kontakt mit ihren Kundinnen und Kunden im Rahmen von Beratungen, Schulungsangeboten, Filmabenden, Ausstellungen und Lesungen zu pflegen und auszubauen. Zu diesem Zweck setzen wir auch unsere Homepage, unsere Facebook-Seite sowie unser online Recherche-Tutorial auf Moodle ein.

In der Schweizer Bibliothekswelt sind wir bestens vernetzt, zum Beispiel im NEBIS-Bibliotheksverbund, über den Verein «Arbeitsgruppe Informationskompetenz an Schweizer Hochschulen» und über die Arbeitsgruppe der FHO-Bibliotheken sowie innerhalb des Bibliotheksplatzes Chur.

Das verstaubte Bild der Bibliotheken ist also längst überholt, was die unzähligen Posts auf www.bibliofreak.ch sehr schön illustrieren. Was für ein «Freak» sind Sie? Das Team der HTW Chur Bibliothek freut sich auf jeden Fall über jeden weiteren «Freak»!


BETTINA SEIFERT
Bettina Seifert ist Informationsspezialistin an der Bibliothek der HTW Chur.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

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