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Dienstleistungen sind die Produkte von morgen

Die neue Teilzeit-Studienrichtung Service Design ist im September 2017 mit Erfolg gestartet. Das zukunftsgerichtete Studium bietet eine betriebswirtschaftliche Basis, eine Auseinandersetzung mit dem Tourismus resp. der Dienstleistungsbranche sowie eine Vertiefung in die Vorgehensweisen des Service Design und die digitalen Technologien.

Text: Prof. Dr. Dominique Roland Gerber / Bild: Lea Dörig, HTW Chur /
Film: Prof. Dr. Dominique Roland Gerber, Jessica Kessler

Die erste Service-Design-Klasse im Service Innovation Lab (SIL) der HTW Chur. Die Studierenden stellen sich der Spaghetti & Marshmellow-Challenge. Service Designerin und Service Designer: Ein neues Berufsbild entsteht. Die erste Service-Design-Klasse im Service Innovation Lab (SIL) der HTW Chur.
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Die erste Service-Design-Klasse im Service Innovation Lab (SIL) der HTW Chur.

Die Bachelorstudienrichtung Service Design ist auf Persönlichkeiten zugeschnitten, welche sich für Menschen interessieren und sich durch unkonventionelles Denken und Handeln angesprochen fühlen. Das praxisnahe und breit abgestützte Tourismusstudium sieht den Zeitgeist als Herausforderung und nimmt ihn in zweifacher Hinsicht auf. Einerseits ist ein starker Trend hin zu Teilzeit-Studienmodellen spürbar. Junge Berufsleute wollen ein Studium mit besten Zukunftsaussichten absolvieren, gleichzeitig ihr berufliches Netzwerk ausbauen und in der Praxis verankert bleiben. Dabei stehen die Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und die Abwechslung zwischen Beruf und Studium im Vordergrund. Andererseits verlangt der Tourismus – oder ganz generell der Dienstleistungssektor – nach kreativen Macherinnen und Machern, welche ganz gezielt Kundenbedürfnisse erkennen und aufnehmen und daraus vielversprechende Produkte und Dienstleistungen ableiten können. Es steht nicht der einzelne geniale Einfall im Zentrum der Betrachtung, sondern die Sicherstellung eines eigentlichen Stroms von Innovationen und Optimierungen, welche allesamt einen ausserordentlich hohen Kundennutzen aufweisen. Angehende Service Designerinnen und Service Designer lernen die Techniken und Vorgehensweisen des Service Design kennen und generieren marktfähige Angebote gezielt auf Basis der neusten Erkenntnisse aus der Welt der digitalen Technologien.

Kundenansprüche von heute und morgen erkennen
Die Studienrichtung Service Design bietet eine solide betriebswirtschaftliche Grundausbildung. In Ergänzung dazu erhalten die Studierenden einen vertieften Einblick in die Tourismuswirtschaft und den Dienstleistungssektor – mit dem Ziel, ihre Sinne für die Kundenansprüche von heute und morgen zu schärfen. Die Vertiefung Service Design, welche rund ein Drittel der Ausbildung ausmacht, befähigt die Absolventinnen und Absolventen, den Innovationsprozess kompetent zu begleiten und an den Schnittstellen mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen zu kommunizieren. Die Praxisausrichtung geniesst im Rahmen dieses Studienangebots eine besonders grosse Beachtung. Fallstudienarbeit und Consultingprojekte für reale Partner aus der Wirtschaft stellen einerseits einen effizienten Wissenstransfer sicher und verbessern andererseits die Arbeitsmarkt-Integration nach dem Studium markant. Die Studierenden werden durch Dozierende begleitet, welche sowohl über den akademischen Hintergrund als auch über praktische Berufserfahrung im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft verfügen.

Erlebnisse entwickeln
Absolventinnen und Absolventen der Bachelorstudienrichtung Service Design sind perfekt positioniert für die Zukunft. Sie verfügen über die entscheidenden Fähigkeiten, um in einem dynamischen Wirtschaftsumfeld erfolgreich zu sein und Freude an ihrer Aufgabe zu finden. Andererseits bieten sie als kompetente Fach- und Führungskräfte von morgen auch eine solide Basis dank ihrer zukunftsgerichteten, personenzentrierten Geisteshaltung, verbunden mit einem gesunden Verhältnis zum unternehmerischen Risiko.

Service Designerinnen und Service Designer schaffen und optimieren neue Dienstleistungsangebote und entwickeln diese weiter zu wahren Erlebnissen. Sie beraten Unternehmen, unterstützen die Geschäftsleitung bei strategischen Entwicklungsprozessen oder betreuen Events, die von sich reden machen. Oder sie sind federführend in einem Projekt involviert, das heute noch auf keiner Landkarte verzeichnet ist.

Service-Design-Pionierinnen und -Pioniere
Die aktuelle Service-Design-Klasse setzt sich aus zwanzig weltoffenen Persönlichkeiten in unterschiedlichen Alterskategorien und mit verschiedenen beruflichen Hintergründen zusammen. Als Motive für ihre Studienwahl nennen die Studierenden das Teilzeitmodell, die Studieninhalte sowie die Zukunftsperspektiven. Nach ihren ersten Wochen im berufsbegleitenden Studium fokussieren sich die Studierenden auf die besondere Herausforderung, ihre drei Lebensbereiche (Berufs- und Privatleben sowie Studium) gekonnt unter einen Hut zu bringen. Einerseits wird die Abwechslung zwischen Beruf und Studium als willkommene Bereicherung angesehen. Andererseits ist das Zeitmanagement von grosser Wichtigkeit, um trotz Studium und Beruf private Freiräume schaffen zu können. «Planung und Abgrenzung» sind gefordert. Für einige etwas ältere Studierende ist der Weg zurück auf die Schulbank gewöhnungsbedürftig. Sie sehen sich mit einer neuen Situation konfrontiert, die von intensiver Informationsaufnahme und -verarbeitung geprägt ist. In einigen Fällen scheint der Arbeitsaufwand für das Studium etwas unterschätzt worden zu sein. In diesem Zusammenhang werden jedoch das Engagement und die wohlwollende Unterstützung durch die Hochschule, die Dozierenden und die Studienleitung hervorgehoben.

Als ganz grosser Pluspunkt und echter Motivationsfaktor wird der Klassengeist angeführt. Die Studierenden schätzen die kameradschaftliche Atmosphäre, den Zusammenhalt in der Klasse und den Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aus unterschiedlichen Branchen. Besondere Erwähnung findet auch die Tatsache, dass das Studium auf Erwachsene ausgelegt ist. Die Studierenden geben an, dass sie neugierig den kommenden Semestern entgegensehen und dass die Vorfreude auf die Vertiefung im Bereich Service Design und digitale Technologien gross ist. Zusammenfassend wird das neue Studienangebot als «super», «gut organisiert» und «marktgerecht» eingestuft. Von Seiten der Dozierenden wird die Service-Design-Klasse für ihre aktive Rolle im Unterricht und ihren Arbeits-Ethos gelobt. Ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Studienverlauf!


DOMINIQUE ROLAND GERBER, PROF. DR.
Studienleiter Service Design, Institut für Tourismus und Freizeit (ITF)

Dies ist ein Beitrag des Magazins Wissensplatz der HTW Chur.

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