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Heizen Sie immer noch mit Glühbirnen oder verwenden Sie schon LED?

Licht umgibt uns den ganzen Tag, von morgens bis spät abends. Dabei hat sich in den letzten paar Jahrzehnten die Glühbirne bewährt. Energiesparlampen konnten sich nicht lange halten. Heute ist die LED in aller Munde und so effizient wie nie zuvor. Können nun alle Leuchten mit LED ausgestattet resp. nachgerüstet werden? Auf was muss man beim Ersatz achten?

Text: Patrik Janett, Bilder: HTW Chur

Nicht alle Leuchten lassen sich umrüsten oder sind dazu geeignet, es gibt z.B. Leuchten, bei denen das Glühmittel nicht ausgetauscht werden kann. Leuchten, welche mehrere Stunden pro Woche brennen, ist eine Umrüstung mit Sicherheit anzustreben (Wohn- Esszimmer, etc.). Brennt die Lampe nur sehr selten (Keller Estrich, etc.), lohnt sich ein Ersatz eher nicht.

Lohnt sich ein Ersatz?
Eine einfache Berechnung dazu: 60W Glühbirne mit 3h Brenndauer pro Tag an 5 Tagen/Woche und einem Strompreis von Total CHF 0.20 ergibt generiert Kosten von

0.06kWx3hx5Tx52Wx0.2CHF = CHF 9.35 pro Jahr.

Bei einer LED mit gleicher Leuchtkraft (6W) ergibt dies

0.006kWx3hx5Tx52Wx0.2CHF = CHF 0.935 pro Jahr.

Daraus ist ersichtlich, dass sich der Anschaffungspreis innerhalb einem Jahr bereits bezahlt macht und die LED länger hält als eine Glühbirne.

Zu beachten gilt, dass bei Leuchten mit eingebauten Leuchtmitteln (keine Fassung) ein Ersatz relativ teuer werden kann, vor allem wenn er von einen Fachmann durchgeführt werden muss. Hier lohnt sich schon eher ein Ersatz der gesamten Leuchte. Für die gängigen Fassungen wie E14, E27, GU5.3, GU10 etc. sind heute genügend LED erhältlich.

Tipps für den Kauf einer LED
Beim Kauf einer LED sollten Sie unbedingt auf folgende Hinweise auf der Verpackung achten, oder beim Fachmann nachfragen: Ist ein Dimmer installiert (z.B. beim Esstisch) muss die LED unbedingt dimmbar sein. Siehe Hinweise auf der Verpackung.

Die alte Bezeichnung mit Watt (z.B. 60W Glühbirne) ist bei den LED nicht mehr relevant, da die Leistung keine Aussage zur Leuchtkraft gibt. Deshalb sind die LED mit Lumen gekennzeichnet. Eine 60W Glühbirne entspricht in etwa 700-800 Lumen. Lumen gibt Ihnen das gesamt (rundum) abgestrahlte Licht an.

Bei der Energieeffizienz spricht man von Lumen/Watt. Eine LED sollte Heute mehr als 100 Lm/W ausweisen. Je höher diese Zahl, desto mehr Licht bekommen Sie mit weniger Leistung.
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Eine LED Lampe mit 2000 bis 3000K bezeichnet man als Warmweiss (gemütlich, angenehm). Diese Lampe kommt vor allem im Wohnzimmer zum Einsatz. Will man das Tageslicht nachempfinden (z.B. im Badezimmer, Keller), greift man eher auf eine Kelvinzahl von 4000 bis 5500K ( Neutralweiss ), da hier Kontraste gut sichtbar werden. Im Aussenbereich sollte es Tageslichtweiss mit rund 7‘000K sein.

Der Farbwiedergabeindex (Ra), beschreibt die Farbwiedergabe von beleuchteten Objekten. Je näher der Ra Wert bei 100 liegt, desto besser werden die einzelnen Farben wiedergegeben. Ra Werte >80 sind empfehlenswert.

Lassen Sie sich Ihre neue LED im Verkaufsladen vorführen, nur so sehen Sie, was sie nach Hause tragen.

Für Interessierte, welche den Einfluss der Farben auf den Menschen interessiert, so empfehlen wir Ihnen gerne die Uni für alle.

LED-Verpackungsaufschrift

Typenschild einer neuen LED Filament

 

 

LED-Zeichenerklaerung

Zeichenerklärung


PATRIK JANETT, Dipl. Ing FH, BWI
Patrik Janett ist im Leuchten- und Energieeffizienzlabor im Institut für Photonics und ICT (IPI) tätig. Mehr zum Thema an der «Uni für alle» vom 14. März 2017.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

Ein Kommentar
  1. Juergen Moelk 18. März 2017

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