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Outdoorsport – Wachstumsmarkt mit Konfliktpotential

Die Nutzung der Natur durch Sporttreibende nimmt laufend zu. Erstens frönen die Sportler öfter mehrmals die Woche ihrem Hobby, suchen Ausgleich zum anspruchsvollen Berufsalltag etc. und zweitens hat die schweizerische Bevölkerung zugenommen. Es bewegen sich also tatsächlich immer mehr Menschen in der freien Natur – im Wald, in Wiesen und auf Feldern, auf dem Wasser und in der Luft. Diese Menschen bilden ein Marktpotenzial für Unternehmen verschiedenster Branchen, für Tourismusdestinationen, aber auch für stadtnahe Gebiete, gleichzeitig wächst auch das Konfliktpotential – zwischen Sport und Natur wie auch zwischen den verschiedenen Outdoorsportarten.

Text: Barbara Haller und Reto Rupf / Bild: Swiss Image

Am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR der ZHAW in Wädenswil beschäftigen sich verschiedene Forschungsgruppen seit vielen Jahren mit diesen Themen. Eine Hauptfrage ist, wie trotz intensiver Freizeitnutzung der Landschaft durch Outdoorsportler Beeinträchtigungen der Natur und Konflikte unter den Sportlern vermieden oder vermindert werden können. Beispielsweise konnten mit GPS-Loggings und aufwändigen Befragungen bei Wanderern, Mountainbikern und auch Wintersportlern verschiedene Typen von Outdoorsportlern mit deren Vorlieben definiert werden. Daraus wurden benutzerfreundliche Planungsinstrumente entwickelt, um die Attraktivität von Touren- und Wegangeboten für Sportler zu überprüfen.

Die HTW Chur mit dem Institut für Tourismus und Freizeit ITF ergänzt obiges Knowhow ideal mit seinen Kompetenzen in Destinationsmanagement, Produktentwicklung, Kundenverhalten, Marketing und Sport-Knowhow.

Mit dem Ziel, künftige Outdoorsportanbieter in den Bereichen Tourismus und Natur zu sensibilisieren und auszubilden, entwickelten ITF und IUNR zusammen den CAS Outdoorsport Management. Als weiteres Partnerinstitut ist die HFT Graubünden mit dabei. Denn das Ziel der Forschung ist nicht nur die Beschreibung von Phänomenen, sondern vielmehr die Erarbeitung und Weitergabe von Methoden und Empfehlungen, wie eine integrierte Planung verschiedener Aktivitäten erfolgen kann oder welche Angebote bei den Sportlerinnen und Sportlern am meisten Anklang finden und die Natur trotzdem geschont werden kann.

CAS Outdoorsport Management
Zusammen mit ökonomischen, touristischen und weiteren Grundlagen, werden die Ergebnisse obiger Forschungsprojekte im CAS Outdoorsport Management in die Praxis umgesetzt und den Studierenden vermittelt. Aufgrund der verstärkten Nutzung der Freiräume müssen Aktivitäten in diesen künftig besser geplant und gelenkt werden, um den Bedürfnissen von Mensch und Natur zu entsprechen. Dieser CAS zeigt auf, wie Outdoorsportaktivitäten sinnvoll zu konzipieren, zu vermarkten und durchzuführen sind.

Nächster Studienstart ist am 11. Januar 2017. Mehr Informationen zum Weiterbildungsangebot finden Sie hier.


BARBARA HALLER und RETO RUPF
Prof. Barbara Haller ist verantwortlich für den Aufbau und die Leitung der Weiterbildungsstudienangebote im Bereich Tourismus an der HTW Chur. Prof. Dr. Reto Rupf ist an der ZHAW tätig. Zusammen bilden sie die Studienleitung des CAS Outdoorsport Management.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

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