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Watch it happen or make it happen – Silicon Valley 2016

Sonnenschein, Entrepreneurial Spirit und Technologien der Zukunft. Silicon Valley – we are back!

Text: Julie Cartwright / Bild: Julie Cartwright

Hero City in San Mateo Hero City No Limits Guidelines der Draper University in San Mateo
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Guidelines der Draper University in San Mateo

Mit unseren EMBA-Studierenden der Management-Weiterbildung der HTW Chur machen wir uns auf den Weg ins sonnige Silicon Valley und tauchen ein in die Welt der mutigen Gründer und Gründerinnen, der risikofreudigen Venture Capitalists und der erfolgreichen High-Tech Companies. Unsere Entdeckungsreise beginnt in Hero City in San Mateo, dem Bürostandort unseres lokalen Partners und erfolgreichen Venture Capitalisten Alex Fries – direkt gegenüber der Draper University. Hier werden junge, hungrige Entrepreneurs unterstützt und gepusht, ihre Ideen umzusetzen und ihre Träume zu verwirklichen – Zukunft zu schreiben.

Die Start-ups schiessen hier regelrecht aus dem Boden und halten vor den interessierten Venture Capitalists und vor unseren EMBA-Studierenden, die sich die Investorenbrille aufsetzen, an sogenannten Pitch-Events Präsentationen, in denen sie einen kurzen Einblick in ihre neuartigen Ideen, Technologien und Applikationen geben. Das Ziel ist, die Investoren und Investorinnen von sich und ihren Ideen zu überzeugen. Die Venture Capitalists investieren primär nicht nur in Ideen, sondern im Vordergrund stehen Parameter wie die Absatzgrösse des Marktes, wer das Start-up unterstützt und allen voran, aus wem das Team besteht und wie sie die Idee verkörpern, umsetzen und leben wollen. Diese zumeist jungen Entrepreneurs kämpfen bei den Investoren und Investorinnen regelrecht um Anerkennung. Und dazu gehört neben Erfolg nun auch einmal das Scheitern.

Der soeben veröffentlichte Global Entrepreneurship Monitor (GEM) Global Report zeigt auf, dass Entrepreneurship weltweit viel Anerkennung geniesst – und Anerkennung möchte doch jeder haben, oder etwa nicht? Auch wir in der Schweiz. Gemäss diesem Report haben jedoch 33,8% der Schweizer Angst vor dem Scheitern und daher nur 7% die Motivation, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nun drängt sich unwillkürlich die Frage auf, warum es bei uns in der Schweiz nicht genauso viel Hunger nach dieser Anerkennung gibt und woher die Angst vor dem Scheitern kommt, oder warum diese überwiegt? Finden wir hier im Valley eine mögliche Antwort, einen genialen Input?

Gemäss dem Duden bedeutet sche̱i̱·tern: (aus einem bestimmten Grund) nicht erfolgreich sein. Anstatt sich zurückzuziehen und sich zu verstecken wird im Silicon Valley genau dieser Grund gesucht und (im Idealfall) auch gefunden und verbessert – und somit Respekt und Anerkennung gewonnen. Scheitern wird in dieser Kultur als Lernprozess verstanden, als wertvolle Erfahrung, die ein angehender Unternehmer/eine angehende Unternehmerin unbedingt durchlaufen muss, um glaubwürdig zu sein und sich persönlich weiter zu entwickeln.

«I will fail and I will fail again until I succeed» – Scheitern bis zum Erfolg. Dies ist das Motto, der Antrieb, der Groove im Silicon Valley – und wohl der wichtigste Input für uns. Die Gründerinnen und Gründer kommen aus aller Welt und präsentieren furchtlos ihre zahlreichen Ideen. Diese variieren über neueste, disruptive Technologien, Applikationen bis hin zu neuer Soft- oder Hardware. Aber eines haben die Teams alle gemeinsam – sie sind hungrig, sie wollen etwas verwirklichen und sie haben keine Angst zu scheitern. Im Silicon Valley wird riskiert, investiert und schnell und flexibel agiert. Hier wird nicht nur darüber gesprochen, etwas zu machen, sondern es wird tatsächlich gemacht: «Don‘t watch it happen, MAKE it happen!» Ganz nach dem Motto: «No risk, no success!»


JULIE CARTWRIGHT
Julie Cartwright, bloggende Jungunternehmerin und Weltenbummlerin. Sie arbeitet am Institut für Management und Weiterbildung IMW und am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship SIFE (http://www.htwchur.ch/management/institut-sife.html) der HTW Chur.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

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